Die Vereinsgeschichte

atwork2

Diese Seite wird Schritt für Schritt ergänzt
und auf den neuesten Stand gebracht

atwork2

Die Geschichte
der Vereinigten Turnerschaft 1898 e.V. Frankenthal (Pfalz)

Das 19.  Jahrhundert neigt sich seinem Ende entgegen. Aus politischen Gründen  kehrten manche Turner den in Frankenthal bestehenden Vereinen den  Rücken. Die Entstehung des Arbeiterturnerbundes wurde beschleunigt durch die politische Wandlung der Deutschen Turnerschaft. Diese war anfangs  den Einheits- und Freiheitsideen des Bürgertums verpflichtet, beschritt  jedoch den Weg zu einem kaiser- und bismarcktreuen Verband, der das  Sozialistengesetz in den eigenen Reihen eifrig anwandte.

Einst hieß es: Sänger, Turner, Schützen, das sind der Freiheit Stützen. Ab 1871 wurde es abgewandelt: Sänger, Turner, Schützen, sind reaktionäre Stützen.In diese Richtung ging die Entwicklung der Deutschen Turner weiter. Die  logische Folge war die Gründung des Deutschen Arbeiterturnerbundes, der  Freien Turner, an Pfingsten 1893.In der sich immer mehr industrialisierenden Stadt Frankenthal fielen  diese neuen freiheitlichen Ideen auf fruchtbaren Boden, da auch der  Arbeiterklasse sportliche Alternativen ermöglicht werden sollten.Neun überzeugte Turner trafen sich am 23. Januar 1898 in der Wirtschaft  "Zum Feldschlößchen", Ecke Nürnberger und Wallonenstraße um einen neuen Verein aus der Taufe zu heben.

Es waren: Martin Vogtländer, Heinrich Blanz, Fritz Weber, Adam Helf,  Karl Misegades, Georg Kohl, Peter Philipp, Albert Neugebauer und Philipp Mathes.

Sie beschlossen, die Vereinigte Turnerschaft, die "Freien Turner" in  Frankenthal zu gründen. Jeder von ihnen legte 0,50 RM auf den Tisch und  damit startete der neugegründete Verein, die Vereinigte Turnerschaft  (Freie Turner) mit einem Vereinsvermögen von 4,50 Reichsmark.

Bereits am 05. Februar 1898 fand die Gründungsversammlung statt und 68  Männer trugen sich in die Mitgliederliste ein. Nach der Annahme der  Satzung wurde Martin Vogtländer zum 1. Vorsitzender gewählt und die  Mitglieder beschlossen mit der Vereinigten Turnerschaft dem  Arbeiter-Turn- und Sportbund beizutreten. Der Verein hatte zunächst  große Probleme, da weder ein Stammlokal noch Sportgeräte vorhanden  waren. Erst einige Zeit später konnte, unter großen persönlichen Opfern, der erste Barren angeschafft werden. Er wurde im Triumphzug durch die  Stadt gefahren.

In den nächsten Jahren werden immer mehr Gleichgesinnte aufgenommen und  die Vereinigte Turnerschaft zählte bereits über 300 Mitglieder.

Wilhelm Federkiel wurde Oberturnwart und unter seiner Leitung führte der Verein in den Jahren 1905, 1908 und 1913 große Turnfeste durch.

Das Hauptaugenmerk der "Freien Turner" richtete sich aber vorwiegend auf das Schüler- und Jugendturnen. Auch Frauen und Mädchen fanden endlich  Eingang in das damalige Sportleben. Trotz wachsender Verbote von  verschiedenen Institutionen änderte sich daran nichts.

Trotzdem wurde nach dem ersten öffentlichen Auftreten der Schüler am 09. Juli 1899 das öffentliche Schülerturnen per Kaiserlich bayerischem  Erlaß verboten und deshalb hat man beim Bezirkssportfest, am 24. Juni  1900, das Einzelturnen in den Hintergrund und das Massenturnen in den  Vordergrund gestellt.

Beim Sommernachtsfest des Gewerkschaftskartells führte die Musterriege  der VT eine ganz neue Art des Turnens vor, indem in Sekundenschnelle  immer wieder neue lebende Pyramiden gebildet wurden.

Am 30. Mai 1908, bei der Feier zum 10 jährigen Bestehen, erfolgte auf  dem riesigen Festplatz die Fahnenweihe. Diese Vereinsfahne ist heute  noch präsent, obwohl sie schwere Zeiten überstehen musste, wie z. B. die  des Vereinsverbotes während des dritten Reiches. Eingenäht in ein  Sofakissen wurde sie durch treue Vereinsmitglieder gerettet und entging  so der Zerstörung.

1913 wurde das Sportangebot erweitert und Faustball in das Sportprogramm aufgenommen.

Am 20. September 1913, unter dem Vorsitz von Johannes Lentz, erfolgte  die Eintragung in das Vereinsregister. Die Vereinigte Turnerschaft  blühte weiter auf und im Jahre 1914 wurde Fußball als weitere Sportart  in das Sportangebot aufgenommen.

Dann fielen die Schüsse von Sarajewo und der 1. Weltkrieg brach aus.  Mitten in der Aufbauarbeit wurden die Freien Turner zur Kriegsteilnahme  aufgerufen. Viele aktive Turner folgten den kaiserlichen und königlichen Fahnen in einen langen und entbehrungsreichen Krieg wodurch das  Vereinsleben fast zum Erliegen kam. Da sprangen die "Alten" helfend ein  und leiteten das Kinderturnen. Im Jahre 1916, also mitten im Krieg,  wurde sogar eine Turnerinnenabteilung gegründet. Der Verein unterstützte die Familien der Kriegsteilnehmer, indem er sein gesamtes Barvermögen  sowie die freiwilligen Mitgliedsbeiträge zur Verfügung stellte.

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges beseitigte die staatliche Neuordnung  viele bisherige Benachteiligungen für die Sportvereine. Das Vereinsleben der VT kam rasch in Schwung, obwohl der Krieg große Lücken gerissen  hatte und man mit leeren Händen wieder von vorne anfangen musste.

Inzwischen wurde der Wunsch nach einen eigenem Heim und einem eigenen  Sportplatz bei den Vereinsmitgliedern immer größer. Mit Hilfe der  opferbereiten Mitglieder konnte zuerst ein Grundstück auf dem "Auer  Kruse”schen Gelände hinter dem ehemaligen Schlachthof gepachtet werden. Dort wurde eine Baracke aufgestellt, die als Geräteraum, Umkleideraum  und Kantine diente. Der Wirt übte seine Tätigkeit ehrenamtlich aus, eine Regelung die bis Anfang der 60er Jahre anhalten sollte.

1921, Georg-Stephan Westerburg war nunmehr 1. Vorsitzender, wurde beim  Stadtrat der Antrag auf einen geeigneten Sportplatz gestellt. Dem wurde  im Jahre 1923 entsprochen und es konnte zwischen der Mörscher Straße und dem damaligen Landwirtschaftgarten (heute Marinesiedlung) städtisches  Gelände als Eigentum erworben werden. Der "Freie Turnerplatz" erinnert  noch heute daran.

Zur finanziellen Absicherung waren schon seit 1919 Anteilscheine an die  Mitglieder ausgegeben worden, die jedoch zum größten Teil im Jahre 1923  vom Verein wieder eingelöst werden konnten. Trotz großer  Schwierigkeiten, die Geldentwertung fällt in diesen Zeitraum, ging der  Aufbau weiter. Das Ziel, einen Sportplatz und ein zweckmäßiges Heim zu  besitzen, rückt immer näher und deshalb musste der Sportbetrieb in dieser Zeit zurückstecken. Turnstunden fielen aus, dafür trafen sich die  Mitglieder auf dem neuen Platz zum Arbeitsdienst. Der Zusammenhalt war  groß und keiner weigerte sich mitzumachen. Gearbeitet wurde in drei  Kolonnen zu je drei Stunden und wer nicht arbeiten konnte, stellte  Spaten und Schanzzeuge dem damaligen Platzwart, Christian See, zur  Verfügung.

Inzwischen zählte der Verein bereits 700 Mitglieder und war zu einem der führenden Vereine im badisch-pfälzischen Raum geworden. Der politische  Wandel machte sich positiv bemerkbar und die Arbeitervereine erfuhren  nun die ihnen vorher verweigerte Unterstützung, so dass auch die VT die  städtische Sporthalle für Schüler ab 6 Jahren benutzen durfte.

Am 18. September 1926 kam der große Wechsel in der Vereinsführung und  der zielbewußte Philipp Lentz wurde zum 1. und Heinrich Barie zum 2.  Vorsitzenden gewählt.

Mit Jakob Schermann als Kassierer und einem Turnrat mit viel  Gemeinschaftssinn hatte die VT eine starke Vereinsführungsmannschaft.  Mit dieser Vereinsführung und unter großer Mithilfe der Mitglieder ging  das große Aufbauwerk weiter. Auf dem eigenen Gelände entstand der  Sportplatz mit 400m-Rundbahn und ein Heim mit Turnhalle, in der 1000  Besucher Platz hatten. Das Vereinsvermögen war inzwischen auf 200.000 RM angewachsen. Der Verein hatte sich wieder emporgearbeitet und einen  weiteren Höhepunkt in seiner Geschichte erreicht.

Auch das sportliche Leben wurde vielseitiger. Leichtathletik, Schwimmen, Gewichtheben, Rad- und Wassersport wurden in das Programm aufgenommen  und 1926 ist auch das Geburtsjahr der Handballabteilung. Als Turnspiele  wurde zusätzlich Faust- und Raffball angeboten. Am 26. April 1932  erhielt die VT die Erlaubnis, einen Bootsschuppen am Turnerheim  anzubauen. Die Wassersportler, Schwimmer, Ruderer und Paddler waren in  der Folgezeit sehr erfolgreich. Einen weiteren sportlichen Höhepunkt der Vereinsgeschichte stellte am  28. August 1932 die Ausrichtung und Durchführung der Deutschen  Handballmeisterschaften des Arbeiter- Turn- und Sportbundes dar.

Dann kam das Jahr 1933 und über Nacht war alles vorbei. Die  Arbeitersportbewegung wurde durch den nationalsozialistischen Staat  verboten. Auch die VT wurde verboten, das Vereinsvermögen beschlagnahmt. Alle Opfer der Vereinsmitglieder waren umsonst gewesen. Im Frühjahr  1933 wurde das Turnerheim durch SA- und SS-Einheiten gestürmt und  geschlossen, sie nahmen das Inventar in Beschlag und verteilen es  untereinander. Die Aschenbahn wurde als Pferderennbahn, die Turnhalle  als Parcours, das Turnerheim als Heim für die SS- und SA-Reserve  mißbraucht. Später wurde es als Arbeitslager für französische  Kriegsgefangene benutzt, bevor es am 21. September 1943 den  anglo-amerikanischen Bomberverbänden zum Opfer fiel und total  ausbrannte.

Nach dem Einmarsch der Amerikaner, am 21. März 1945, zerschlugen sich  sehr schnell die Hoffnungen auf eine Neugründung. Laut Gesetz Nr. 2  galten alle Sportvereine als politische Vereine und wurden aufgelöst.  Trotzdem traf sich die alte Mannschaft aus dem Jahre 1933 wieder. Es  gehört zur Frankenthaler Sportgeschichte, dass der alte und neue Vorstand der VT, Philipp Lentz, damals den Vorschlag machte durch Zusammenschluß einzelner Vereine einen Großverein zu gründen, was leider nicht in die  Tat umgesetzt werden konnte, so dass die VT wieder ganz von vorne  anfangen musste und die Arbeit des Neuaufbaus leistete.

Der Sportbetrieb wurde im Stillen aufgenommen, denn offiziell durfte nur Fussball gespielt werden. Aber mit Hilfe der Stadtverwaltung konnte der  Turnbetrieb vorsichtig aufgenommen werden. Die Schulsporthallen und das  Stadiongelände wurden zur Verfügung gestellt, außerdem sah man oft  VT-Turner, mit Briketts zum Heizen der Sporthalle auf dem Fahrrad, zu  ihren Turnfreunden in den Vororten (hauptsächlich in Hessheim) fahren.

Auch durfte der alte Vereinsname nicht benutzt werden. Unter dem Namen  "Allgemeiner Sportverein Frankenthal" (ASV) strebte und kämpfte die  Vorstandschaft hartnäckig für den Verein. Sie kämpften für die  Entschädigung des verlorenen Vermögens, des verlorenen Geländes und für  die Wiedergründung der VT. Am 10. Oktober 1945 hatte die hartnäckige  Vorstandschaft Erfolg und bekam von den französischen Besatzern  (Kommandeur Major Chandon) die Zusage für die Wiedergründung des  Vereins. Allerdings gegen das Versprechen, keine eigene  Arbeitersportbewegung zu fördern und unparteiisch zu bleiben. Außerdem  durfte weder das Wort "Turn" noch das Wort "Deutsch" im Vereinsnamen  erscheinen.

In einer Mitgliederversammlung am 17. Oktober 1945 wurden die  Verantwortlichen der Jahre 1926 bis 1933 wiedergewählt. Philipp Lenz,  Jakob Scheuermann und Willi Sandel werden der Militärregierung als  Bürgen benannt und im Jahr 1946 wurde eine Unbedenklichkeitserklärung  gegenüber der Militärregierung abgegeben.

Am 16. Juni 1946 wurde die Wiederaufnahme des Namens "Vereinigte  Turnerschaft Frankenthal 1898 e. V. beschlossen und am 22. Juli 1949 als erster Eintrag nach dem Krieg in des Vereinsregister registriert. Da  nun alle Einschränkungen gefallen waren, wirkt es wie ein Signal und die VT erlebt eine unwahrscheinliche Aufwärtsentwicklung.

Im Jahre 1950, am 11. November fand eine außerordentliche  Mitgliederversammlung statt. Sie beschloss, außerhalb des Stadiongeländes ein 2.000 qm großes Gelände in Erbbaurecht von der Stadt Frankenthal zu erwerben.

Baustein-Turnerheim-1951b

Bereits am 03. Dezember 1950 erfolgte die Grundsteinlegung  für das heutige Turnerheim am Nachtweideweg. Im April 1951 feierte man  das Richtfest und bereits ein Jahr später im April 1952, konnte das neue Turnerheim feierlich eingeweiht werden. Innerhalb von 30 Jahren wurde zum zweiten Mal ein eigenes Heim in  Eigenhilfe geschaffen und viele der "Alten" hatten bereits auch an der  Erbauung des ersten Vereinsheimes mitgearbeitet. Eine Leistung, die zu  bewundern ist.

Die Aufwärtsentwicklung ging stetig weiter. Es wurde wieder geturnt, die Fußballer, Leichtathleten, Faustballer (sie gründen nun ihre eigene  Abteilung) sowie die Handballer waren wieder da und es fand ein  regelmäßiger Sportbetrieb statt.

1952 wurden die "Kanalblimscher" in der VT gegründet. Sie wollten dem  fastnachtlichen Brauchtum und dem bodenständigen Humor huldigen, damit  die Menschen, für einige Stunden in ihrem schweren Leben, Entspannung  und Freude für sich beanspruchen konnten.

In dieser Zeit war auch ein Spielmannszug mit seiner musikalischen Unterhaltung sehr aktiv.

1954 hatte der Verein bereits 650 Mitglieder.

1957, fand wieder ein großer Wechsel in der Vereinsführung statt.  Philipp Lenz übergab die Vorstandschaft an Alfred Uhrig, der 1.  Vorsitzender bis zum Jahr 1990 blieb und später, für seine  aufopferungsvolle Tätigkeit im Verein, mit dem Bundesverdienstkreuz  ausgezeichnet wurde.

Wie in den früheren Jahren wünschte man sich wieder eine eigene  Turnhalle und im Jahr 1959 wurde der Neubau einer Turnhalle und einer  Kegelbahn beschlossen. 1960 konnte dann mit dem Turnhallenneubau  begonnen werden und wieder fanden sich die Vereinsmitglieder zusammen  um, meist in Eigenhilfe, die Turnhalle zu erbauen und fertigzustellen.

Heinrich Barie übergab in dieser Phase den 2. Vorsitz an Alois Mohr und wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Am 04. November 1961 konnte die Bundeskegelbahn in Betrieb genommen  werden und am 22. Dezember 1962 wurde die neue Turnhalle feierlich  eingeweiht.

Die VT hatte nun wieder ein eigenes Turnerheim und eine eigene Sporthalle. Das war ein stolzer Tag für den Verein.

Auf den neu gebauten Kegelbahnen fanden sich Mitglieder aus den  verschiedenen Abteilungen zusammen um zur Unterhaltung zu kegeln. Erst  1962 wurde die Kegelabteilung gegründet und um Punkte gekämpft.

Es ging weiter steil aufwärts mit der VT und immer mehr Mitglieder  fanden sich in der großen Gemeinschaft zur sportlichen Betätigung. Der  Frankenthaler Kraftsportverein (Eiche) löste sich auf und viele Aktive  traten 1966 der VT bei und damit waren nun Boxen und Gewichtheben neue  Sportarten im Verein. Seit 1986 ist Badminton eine Bereicherung des  sportlichen Angebotes, das nun schon sieben Abteilungen umfasst.

1990 war wieder ein Jahr des Wechsels in der VT-Führung. Nach über 30  Jahren legte Alfred Uhrig sein Amt als 1. Vorsitzender nieder und  übergab die Verantwortung an Hans-Joachim  Stramitzel. In Anerkennung seiner Verdienste und zum Dank für seine  hervorragende Leistung wurde Alfred Uhrig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Noch ehe Alfred Uhrig sein Amt niederlegte, verließ sein langjähriger  Wegbegleiter, der 2. Vorsitzende Karl Singer, die Vorstandschaft um fern von Frankenthal einen geruhsamen Lebensabend zu verbringen. Er wurde in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt.

1997 erweiterte die VT nochmals ihr Sportangebot und seitdem kann Volleyball gespielt werden.

Obwohl sich die VT-Frankenthal über all die Jahre immer dem Breitensport gewidmet hat, konnten trotzdem zahlreiche regionale, nationale und  internationale Meistertitel errungen werden. Dies gibt dem Verein immer  wieder die Bestätigung, dass es auch ohne bezahlte Sportler geht und dass  es der richtige Weg ist, wie immer noch steigende Mitgliederzahlen und  voll ausgelastete Übungsstunden beweisen.

Die VT war und ist immer offen für internationale Begegnungen und die  gute Jugendarbeit des Vereins spiegelt sich in vielen internationalen  Begegnungen wieder. Langjährige Partnerschaften wurden mit Turku in  Finnland, mit Sao Leopoldo in Brasilien (Deutscher Sportverein) und  Colombes in Frankreich geschlossen. Mit Colombes steht man heute noch in engem Kontakt. Die Jugend der VT betreute unter anderem auch eine  Jugenddelegation aus Kirgistan und startete 1993 zu einem Gegenbesuch.

Die Vereinigte Turnerschaft 1898 e. V. ist ein moderner Verein mit viel  Tradition. In diesem Sinne wird der Verein geleitet und bekam auch  deshalb von den Verbänden hohe Anerkennung gezollt. Als 1971 vom  Sportbund Pfalz der aktivste Verein gesucht wurde, erreichte die VT den  4. Platz insgesamt und den 1. Platz für die Pfalz.
Der Deutsche  Turnerbund hat die VT auf Bundesebene unter die ersten zehn Vereine mit  der besten Jugendarbeit eingereiht.
In diesen Auszeichnungen spiegelt  sich die erfolgreiche Breitensportarbeit wieder.

Die Geschichte unserer Badmintonabteilung

Nach mehreren Vorgesprächen mit dem BVRP  (Badmintonverband-Rheinhessen-Pfalz) und dem Vorstand der  VT-Frankenthal, wurde beschlossen, 1986 eine Badmintonabteilung zu  gründen.

Interessenten fanden sich reichlich und so traf man sich zum ersten mal  am 25. 08.1986 im VT-Heim zu einem einführenden Gespräch. Im November  des gleichen Jahres wurde eine satzungsgemäße Abteilungswahl  durchgeführt, in der Christian Töpke zum Abteilungsleiter gewählt wurde. Anfang 1987 wurde die Abteilung offiziell Mitglied im BVRP. Ab Februar  des gleichen Jahres existierte dann auch eine Jugendabteilung.

Nach gut einem Jahr zählte die Abteilung schon einhundert Mitglieder und meldete zur Verbandsrunde des BVRP 3 Aktiven- und eine Jugendmannschaft an. Die Erwachsenen starteten in der untersten Spielklasse, der  C-Klasse. Die erste Mannschaft legte so gut los, dass sie am Ende der  Runde schon Meister wurde und den Aufstieg in die B-Klasse schaffte.

Im Jahr 1988 schloß die Abteilung mit dem 1. BC Berlin-Neukölln eine  Sportgemeinschaft, die durch wechselseitige Besuche bis einschließlich  1992 anhielt.

Auch in der Runde 88/89 zeigte die 1. Mannschaft Können und kletterte noch eine Klasse weiter, in die A-Klasse.

Die Abteilung wuchs weiter und konnte somit in der Spielrunde 89/90  erstmals vier aktive Mannschaften melden, wobei in Team 4 zwei Spieler  aus der eigenen Jugend vertreten waren. Auch in dieser Saison setzte die VT-Badminton ihre Siegesserie fort. Die 2. Mannschaft schaffte den  Aufstieg von der C-Klasse in die B-Klasse und dann 91/92 nochmals in die A-Klasse. Einen weiteren Meisterschaftserfolg verbuchte die 1.  Mannschaft in der Spielrunde 92/93, mit dem Aufstieg in die  Bezirksklasse und ein Jahr später dann sogar in die Verbandsklasse. Auch Team 4 schaffte den Sprung aus der C-Klasse in die B-Klasse.

Die in der Spielrunde 95/96 spielenden 3 Mannschaften verteilten sich  auf die Bezirksklasse und die B-Klasse, da die 1. Mannschaft aus der  Verbandsliga und die 2. Mannschaft aus der A-Klasse wieder abstiegen. Zur Zeit spielen vier Mannschaften in der Verbandrunde. Jeweils eine  aktive Mannschaft in der Bezirksklasse, in der Verbandsliga "A", der  Verbandsliga "B" und in der Verbandsliga "C".

Neben Ihren Verbandsspielen trifft man auch regelmäßig  VT-Badmintonspielerinnen und Spieler bei den  Verbandsranglistenturnieren, Bezirksmeisterschaften und bei vielen  Freundschaftsturnieren in der näheren und weiteren Umgebung.  Vereinsintern findet jedes Jahr eine Vereinsmeisterschaft statt.

Personell hat sich die Führung der Abteilung seit der Gründung auch  mehrmals verändert. Christian Töpke, der durch sein unermüdliches  Engagement der Abteilung zu Ihrem Gesicht verholfen hat, überließ nach 4 Jahren Bernd Zenke das Amt. Aber auch B. Zenke konnte dann nach  viereinhalb Jahren Amtszeit Privatleben und Vereinsführung nicht mehr  gleichzeitig bewältigen und schied mit großem Bedauern seitens der  Mitglieder aus. Sein Nachfolger war für ein Jahr Wolfgang Meyers und  nach dessen Rücktritt leitete Jutta Frankenhofer die Abteilung. Auch sie musste aus privaten Gründen die Leitung der Abteilung weitergeben. Eine Zeit lang lag sie in der Händen von Klaus Schäfer.

Nach einer Ruhepause von einigen Jahren wurde die Abteilung wieder zum Leben erweckt unter der neuen Leitung von Bernd Menning.
 

Die Geschichte unserer Boxabteilung

Amateurboxen wurde 1928 beim Ring- und Stemmclub Eiche 1928 zum  ersten mal in Frankenthal erwä¤hnt. Nach den Wirren des Krieges  etablierte sich 1948 bei der TGF eine Boxabteilung, die über die  regionalen Grenzen hinaus bekannt war. Boxer, wie Engelmann, Trunk,  Gebr. Wettengel, Müller (Nobbes), Pospiech, Scheuermann und Schmitt,  waren Garanten für große Erfolge.

1956 war der spätere Abteilungsleiter der VT-Frankenthal, Kurt Urschel,  Gründungsmitglied des KSV Frankenthal. Unter der Leitung der Trainer  Paul Fechner und Erich Zimmer, wurde eine schlagkräftige Boxstaffel  geformt. Kämpfer waren die Gebr. Kräußle, Winkelmann, Streck, Koch,  Schmidt, Seider und Cretti. Diese Boxer traten, nach der Auflösung des  KSV 1966 der Vereinigten Turnerschaft bei. Unter der Trainingsleitung  von O. Kräußle und J. Brunner versuchte man einen Neuanfang. Heiner Koch übernahm 1972 als Coach die Ausbildung der jungen Sportler.

1983 übertrug Kurt Urschel die Abteilungs-Leitung dem bisherigen  Sportwart Wolfgang Schmidt und wurde zum  Ehrenvorsitzenden der Boxabteilung erklärt. 1985 konnte Ludwig Braus als Trainer verpflichtet werden. Ein  Glücksgriff für die Abteilung und für den Verein, wie sich mit der Zeit  herausstellen soll. Eine Werbekampagne mit Handzetteln und Übertragungen der Boxveranstaltungen in Festzelten (Fischerfest, Ostparksiedlerkerwe) im offenen Kanal trug Früchte. Die Boxabteilung bekam immer mehr  Mitglieder und die Erfolge wurden zahlreicher.

Von 1985 bis 1997 konnten 56 Südwestmeistertitel und 42 Vizemeistertitel durch intensive Schulung und Training errungen werden. Edmund Roth,  Andreas Löwen und Dietmar Geier wurde gar dritte bei den Deutschen  Meisterschaften. Deutsche Vizemeister 1990 wurden Peter Nikolaus und  1991 Edmund Roth. Die Superlative erreichte Egon Roth mit dem Erringen der Bronzemedaille  bei den Europameisterschaften 1997 in Birmingham im Superschwergewicht  der Junioren. Zuvor holte er sich 1995 in der Jugend und 1997 bei den  Junioren den Titel des Deutschen Meisters.

Die aufstrebende Leistung veranlassten Ludwig Braus mit Unterstützung des Vereins, die Boxstaffel der Vereinigten Turnerschaft ab 1997 in der  Oberliga mitwirken zu lassen.

Heute wird die Boxabteilung von Erkan Ciftcioglu geleitet.

Die Geschichte unserer Faustballabteilung

Kurz nachdem das Faustballspiel als Wettkampfsport (vom  Deutschen Turnerbund) eingeführt wurde, begannen auch die Turner der  VT-Frankenthal diese Sportart zu betreiben. Die ersten Hinweise darauf  finden sich in den Protokollen des Jahres 1926, aber auch in den  darauffolgenden Jahren wurde weiterhin Faustball gespielt. In den alten  Protokollen finden sich jedoch danach kaum noch Hinweise, wie intensiv  dies damals getan wurde.

Anfang der fünfziger Jahre, nach Wiedergründung der Vereinigten  Turnerschaft 1898 nach dem Krieg, wurde auch das Faustballspiel wieder  zu neuem Leben erweckt. Bereits 1952 konnten die Faustballdamen die  Landesmeisterschaft der Frauen erringen.

1953 wurde die weibliche Jugend Landesmeister und im gleichen Jahr hat  ebenfalls die weibliche Jugend die Kreismeisterschaft gewonnen. 1954  wurde dann, unter der Führung von Rita Gleisner eine eigene  Faustballabteilung innerhalb der VT gegründet, die von Anfang an mit  großem Engagement und vielen Aktivitäten aufwarten konnte.

Es gab viele Ausflüge und gemeinsame Veranstaltungen mit oftmals so  vielen Teilnehmern, dass zwei große Busse nicht ausreichend waren, wie  der Chronist vermerkt. Natürlich stellten sich dann so nach und nach  auch die sportlichen Erfolge ein, nachfolgend einige Auszüge aus den  Protokollen aus der damaligen Zeit.

Januar 1956, die Faustballabteilung beteiligte sich erfolgreich mit mehreren  Mannschaften an den Rundenspielen, Juli 1956: Die Faustballabteilung  hält sich gut.

Zur damaligen Zeit konnte Faustball nur im Freien gespielt werden, da  noch nicht genügend Hallen zur Verfügung standen. So wurde nach jeder  Feldrunde vermerkt, dass nun die Faustballer Winterruhe haben. Allerdings muss die Winterruhe 1958 zu tief gewesen sein, im Protokoll v. 13.9.58  findet sich für lange Zeit der letzte Hinweis auf die  Faustballabteilung, "Die Faustballabteilung ist eingeschlafen".

Ganz eingeschlafen war sie wohl doch nicht. Eine, die nach dem Krieg von Anfang an dabei war erinnert sich: Es wurde auch nach dem "Einschlafen" weiter Faustball gespielt, zwar nicht mehr aktiv an den Rundenspielen  und Meisterschaften, aber als Ausgleichs- und Freizeitsport und es  wurden, in unregelmäßigen Abständen, auch Turniere bei befreundeten  Vereinen besucht.

Auch die Ausflüge und Veranstaltungen unter den Faustballfreunden wurden weiter beibehalten, überhaupt gab es eigentlich immer eine mehr oder  weniger große Gruppe innerhalb der VT, die dem Faustballsport treu  geblieben war.

1977 bestand schon wieder eine recht starke Faustballgruppe, es wurden  für die Feldspielrunde gemeldet: zwei Frauenmannschaften und zwei  Männermannschaften.

Insgesamt hatten sich damals 14 Frauen und 19 Männer zusammengefunden um gemeinsam Faustball als Wettkampfsport zu betreiben.

Unter der Führung von Peter Stücklin kam es dann am 18.1.1978 zur  Neugründung der Faustballabteilung, die sich folgendermaßen  zusammensetzte:

Abteilungsleiter und zugl. Männerwart Peter Stücklin, stellv. Männerwart Lothar Wodrich, Kassenwart Männer Karl-Heinz Lauer, stellv. Abteilungsleiter und

zugl. Frauenwart Helga Westerburg, stellv. Frauenwart Helga Stücklin.

Folgende Gründungsmitglieder, die zum Teil heute noch aktiv am Faustballgeschehen teilnehmen waren damals dabei:

Karl-Heinz Lauer, Helga Westerburg, Michael und Franz Leidenheimer, Rosel Mack, Lothar Wodrich, Helga und Peter Stücklin, Gunda Lauer, Hannelore Ãchsner, Irmgard und Kurt Groenecke, Kurt Beyer.

Dieser Neugründung folgte, sowohl im sportlichem Bereich wie auch bei  den Aktivitäten neben dem Sport, die wohl erfolgreichste Periode der  Faustballabteilung.

Gleich nach der Gründung der Faustballabteilung ist im Protokoll  vermerkt, dass sich die Frauen für die deutsche Meisterschaft , vom  30.09.-1.10.78 in Berlin qualifiziert hatte, erreicht wurde der 9.  Platz. Für das Jahr 1979 vermerkt der Chronist ein nicht so erfolgreiches Jahr  wie 1978, aber es konnte zum ersten Mal eine weibliche Jugendmannschaft  gemeldet werden. Außerdem wurde gemeldet: 1. Mannschaft der Männer aus  der Gauklasse abgestiegen, Frauenmannschaften haben sich gut geschlagen.

In den folgenden Jahren gab es ein "Auf" und "Ab", die Männermannschaft  konnte sich in der Verbandsliga etablieren und erreichte meistens  Plazierungen im vorderen Tabellendrittel, bei der Damenmannschaft gab es ähnliche Erfolge.

Höhepunkt war dann 1993 der Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft in der M 30 -Klasse mit der anschließenden Teilnahme an den Deutschen  Meisterschaften in Duisburg.

Danach gab es einen radikalen Schnitt in beiden Mannschaften und die  Faustball-Aktiven mussten wieder da anfangen, wo sie bereits 79 begonnen  hatten.

Im Jubiläumsjahr spielen die Männer in der Hallenrunde in der Gauklasse  und in der Feldrunde in der Verbandsliga, die Frauenmannschaft befindet  sich zur Zeit im Neuaufbau und wird sicher in der nächsten  Meisterschaftsrunde wieder an den Spielen teilnehmen können, genauso wie die Jugendmannschaften. Nachfolgend die aktiven Damen- bzw. Herrenmannschaften:

Damenmannschaft: Karin Venneri, Verena Zeier, Ingrid Leidenheimer, Gabi Heckert, Hannelore Oechsner, Irmgard Groenecke, Isabelle Schneider,  Nadja Kornisch, Irmgard Blauth.

Herrenmannschaft: Karl Zeier, Gerd Maurer, Michael Leidenheimer, Lothar Wodrich, Peter Schneider, Ralph Faul, Jürg Vondenhagen, Jochen Emig,  Kurt Groenecke, Karl Meininger.

Zur Zeit findet leider kein Trainings- und Spielbetrieb mehr statt.

Die Geschichte unserer Fußballabteilung

Im Sommer 1914 hat sich die Fußballabteilung in der VT gebildet.  Innerhalb eines eigentlichen Turnvereins begann ein Siegeszug für den  Fußballsport. Um Hermann Dahlmann, den ersten Abteilungsleiter scharten  sich die Fußballjünger. Die ersten Freundschaftsspiele mit  Nachbarvereinen wurden bestritten. Gespielt wurde auf dem ehemaligen  Schützenplatz. Die Tore wurden mitgebracht, vor dem Spiel aufgebaut und  danach wieder abgebaut.

Der Ausbruch des ersten Weltkrieges hat die junge Abteilung wieder  gesprengt. Die meisten mussten der Einberufung folgen. Nun nahm Christoph  Nockel das Ruder in die Hände. Mit wenigen Verbliebenen und mit neuen, ganz jungen Sportkameraden wurde der Spielbetrieb recht und schlecht  aufrecht erhalten. Die Spiele fanden jetzt auf dem Parsevalplatz statt.  Bei jedem neuen Spiel neue Gesichter. Trotzdem beachtliche Erfolge.  Siege über Neckarau 6:1, Mannheim 1:0 und Speyer 6:1 zeigten die  Spielstärke der VT-Mannschaft.

Nach dem Kriegsende 1918 kam schnell Leben in die Abteilung und bereits  1919 wurden wieder die ersten Spiele ausgetragen. Die Jungen und die  Heimgekehrten begannen unter der Leitung von Karl Kennel mit dem  Wiederaufbau. Der neue Sportplatz befand sich nun auf dem vom Verein  gepachteten Geländer hinter dem heutigen Schlachthof. Viele neue  Freunde, weit über die Grenzen unserer Heimatstadt hinaus wurden beim  Spiel gewonnen. Die Fußballer machten mit ihren Spielreisen den Namen  unseres Vereins und unserer Stadt in fast ganz Deutschland bekannt. Bei  den Arbeitersportfesten beteiligten sich die Fußballer als  Leichtathleten und Raffballer. So war auch immer die enge Verbindung zum Verein erhalten.

Nach der Errichtung des Heimes und eines modernen Platzes als Eigentum  auf dem Gelände der heutigen Marinesiedlung kam der Fußballsport  innerhalb der VT zur vollen Blüte. Die Abteilung stand unter der  vorbildlichen Leitung von Georg Staab. Die Jugendabteilung wurde  gegründet und beide, Aktive und Jugend, beteiligten sich an den  Meisterschaftsspielen. Die Erringung verschiedener Kreis- und  Bezirksmeisterschaften bezeugen die Spielstärke. In dieser Zeit, nämlich 1927 übernahm Mattäus Raquet die Führung der Abteilung. Die  Aufwärtsentwicklung ging weiter. Willi Schulz, Hermann Kühner und Eugen  Löffler erhielten immer wieder Berufungen zu Repräsentativspielen.

Das Jahr 1933 hat diese Entwicklung unterbrochen. Mit dem Verein hat  auch die Abteilung aufgehört zu existieren. Viele hingen die  Fußballschuhe an den berühmten Nagel, andere schlossen sich den  bestehenden Frankenthaler Vereinen "Kickers" und "Fußballverein" an.  Aber immer hat man sich auch während des Verbotes getroffen und die alte Sportkameradschaft gepflegt.

Nach 1945 war es dann auch gerade die Fußballabteilung, die den Verein  mit sportlichem Leben erfüllte. Jakob Letsch übernahm die Führung der  Abteilung und bereits 1946 wurde wieder gespielt. Neuer Sportplatz war  nun der ehemalige Kickersplatz im Stadiongelände. Die Spielstärke war  erstaunlich gut und 1947 waren es schon wieder zwei aktive und zwei  Jugendmannschaften, die sich an den Meisterschaftsrunden beteiligten.

Bereits im ersten Spieljahr konnte die Kreismeisterschaft und damit der  Aufstieg zur B-Klasse errungen werden. Danach spielten die Mannschaften  mit wechselndem Erfolg. 1954 gab es dann den größten Erfolg. Als  Pokalmeister der Gruppe Nord wurden nacheinander die Pokalmeister der  Gruppe Mitte und Süd ausgeschaltet. Die anschließenden Aufstiegsspiele  zur 2. Amateurliga wurden erfolgreich beendet. Erst 1958 ist die  Mannschaft wieder aus dieser Klasse abgestiegen. Im ewigen Auf und Ab  machte nun die Abteilung den entscheidenden Fehler sich zu wenig um die  Jugendarbeit zu kümmern. Die Jugend war da, nur fehlten die Mitarbeiter. Auch Reinhold Götzinger, der inzwischen die Abteilungsführung übernahm, konnte trotz unermüdlichem Einsatz das Absinken bis in die C-Klasse  nicht verhindern.

Nun hatte Egon Oswald mit seltenem Idealismus die Jugendabteilung wieder ins Leben gerufen und zusammen mit seinen Helfern zu einer spielstarken Truppe aufgebaut. Die ersten positiven Auswirkungen in den aktiven  Bereich hinein waren schnell spürbar.

Die Nachfolger dieser beiden Idealisten haben bis heute in ihrem Sinne  weiter gearbeitet. Lohn dafür ist, dass die Jugendarbeit der  Fußballabteilung weit über die Stadtgrenzen hinaus mit Respekt angesehen wird.

Auch die Aktiven haben sich in mühevoller Kleinarbeit emporgearbeitet und können wieder Erfolge verzeichnen.

1978 wurde von Monika Ernemann eine sehr erfolgreiche Damenabteilung  gegründet. Heute spielen zwei Damenmannschaften und zwei  Mädchenmannschaften für die VT-Frankenthal.

1995 wurde ebenfalls von Monika Ernemann eine Bambini-Mannschaft ins  Leben gerufen. Heute hat sie so viel kleine Fußballer um sich  versammelt, dass zwei Mannschaften an der Spielrunde teilnehmen können.

Die Fußballabteilung, mit Rainer Blass als Abteilungsleiter und  Roland Wittke als Jugendleiter, ist aus dem Vereinsleben der  VT-Frankenthal nicht mehr wegzudenken.

Die Geschichte unserer Handballabteilung

Im Jahre 1926, als der Verein auf einem Höhepunkt befand, hat sich  die Handballabteilung gegründet. Davor wurde Raffball gespielt, was  absolut als Vorgänger des schönen Handballspiels zu werten ist. Schon im Raffball hatte die VT die Meisterschaft von Baden - Pfalz und Saar  errungen. Das Handballspiel hat dann im Verein eine ebenso gute Heimat  gefunden.

Unter der Leitung und Betreuung von Hans Vogtländer, Fritz Federkiel,  Philipp Lentz und Jakob Lutringshauser strebte die junge Abteilung von  Erfolg zu Erfolg. Schon nach zwei Jahren konnte die erste Mannschaft  bereits in die erste Spielgruppe aufrücken. Die Abteilung wuchs, so dass  zwei aktive und zwei Jugendmannschaften an den Verbandsspielen  teilnehmen konnten. Beachtlich für die damalige Zeit und erst recht für  heutige Verhältnisse war das große Interesse, welches das Publikum den  Spielen entgegenbrachte. 3.000 bis 4.000 Zuschauer waren keine  Seltenheit. Dies ist wehmütige Erinnerung.

Die Auflösung 1933 hat auch die Gemeinschaft der Handballer zerstreut  und erst 1949 konnte Alfred Uhrig die Abteilung wieder gründen. Es waren 12 Spieler, die sich am 30.10.1949 im Lokal " Zum Nachtlicht "  zusammenfanden. Nur drei davon hatten je Handball gespielt, die anderen  waren Neulinge. Demnach sahen auch die sportlichen Erfolge der ersten  Jahre nicht gerade rosig aus.

Aber eine wunderschöne Sportkameradschaft half dies alles zu verkraften. Nur auf dieser Kameradschaft hat sich die Abteilung aufgebaut.  Zeitweise waren es einschließlich der Frauen, der Jugend und der Alten  Herren elf Mannschaften, die sich an den Rundenspielen beteiligten. Bei  solcher Breite ließen die sportlichen Erfolge auch nicht lange auf sich  warten. Zahlreiche Pokale, Plaketten und Urkunden zeugen davon. Die  Kreismeisterschaft wurde errungen und der Aufstieg in die Bezirksklasse  erreicht. Die Abteilung wurde inzwischen von Georg Uhrig geleitet und in diese Zeit fällt auch die Erringung der Pfalzmeisterschaft im  Hallenhandball für die Kreisklasse. Am gleichen Tag hat die zweite  Mannschaft ebenfalls die Pfalzmeisterschaft erkämpft.

Die weitere Entwicklung wurde gekennzeichnet durch die allgemeine  Situation des Handballsports. Der Feldhandball ist in eine weltweite  Krise geraten und gleichzeitig erlebt der Hallenhandball einen  Riesenaufschwung. Die Mannschaften der Handballabteilung spielten mit  wechselndem Erfolg. Abstiege müssen hingenommen werden aber auch  Aufstiege können gefeiert werden.

Hasso Orth hatte die Abteilung geführt und sie als festen Bestandteil  des Vereins erhalten. Wilmut Kirsch als sein Nachfolger setzte diese  Arbeit fort. Karl-Heinz Lauer, der selbst als Jugendspieler zu uns kam,  leitete mit viel Erfolg die Jugendabteilung. Aber der Zahn der Zeit ging nicht spurlos an der Abteilung vorüber. Immer weniger Spieler waren  bereit für die VT zu spielen und so konnten immer weniger Mannschaften  gemeldet werden. Roland Sturm als Abteilungsleiter und Norbert Scheiba  als Jugendleiter konnten nicht verhindern, dass heute keine Mannschaft  der VT-Frankenthal am Spielbetrieb teilnimmt.

Die Geschichte unserer Kegelabteilung

Nachdem im Rahmen des Hallenbaus auch zwei Bundeskegelbahnen gebaut wurden, haben sich 1962 mehrere Mitglieder aus verschiedenen  Abteilungen kommend zusammengeschlossen, um der " Unterhaltung " Kegeln  zu fröhnen. Erst nach Monaten hat man sich entschlossen der  Keglervereinigung Frankenthal beizutreten und zum Kegelsport  überzugehen.

Voller Tatendrang ging man an die Sache und die erste Mannschaft wurde  bereits 1964 in der Landesklasse Meister. 1965 wurde der zweite Platz  belegt und die Teilnahme an der Landesmeisterschaft erkämpft. Mit den  Spielern Norbert Jäger, Harry Jung, Dieter Rätzer, Alfred Uhrig und Hans Wolf wurde ein beachtlicher 6. Platz erreicht. Ebenfalls 1965 wurde die neue Regionalliga gebildet, für die sich unsere Mannschaft  qualifizierte. Jetzt zeigte sich aber, dass unsere Mannschaft im Kreise  aller rheinland-pfälzischen Spitzenmannschaften noch zu jung und  unerfahren war. Mit wechselndem Erfolg kegelte man in der Landesklasse  Ost, bis dann leider der Abstieg in die Bezirksklasse angetreten werden  musste.

Inzwischen ist die Abteilung auf 28 aktive Kegler angewachsen, so dass  nunmehr vier Mannschaften sich an den Rundenkämpfen beteiligen. Durch  Verjüngung der Mannschaften wurden auch die Leistungen gesteigert und  alle Mannschaften verbesserten sich erheblich.

Die erste Mannschaft hat nun zum zweiten mal den undankbaren dritten  Platz belegt und damit knapp den Aufstieg verfehlt. Mit der zweiten  Mannschaft haben wir aber wieder einen Meister unter uns, der nun in die A-Klasse aufsteigen wird. Die dritte Mannschaft hat sich in der  B-Klasse hervorragend geschlagen und einen vierten Platz belegt. Die  vierte Mannschaft hat mit ihrem dritten Platz in der C-Klasse ebenfalls  knapp den Aufstieg verfehlt.

Von Anfang an beteiligte sich die Abteilung an den Stadt- und  Bezirksmeisterschaften. Dabei wurden durch VT-Kegler teilweise  beachtliche Ergebnisse erzielt. Wilhelm Schmitt wurde 1967 dritter und  1972 sogar zweiter Stadtmeister. Bereits zweimal hat er an den  Landesmeisterschaften teilgenommen.

Auch die Spieler Jäger, Rätzer, Wolf, Christmann und Schaich kamen hier  schon zum Einsatz. Norbert Jäger hat sich 1968 als bester Einzelkegler  den begehrten Leininger-Pokal erkämpft. Die Spieler Harry Jung und Georg Jung haben auch bereits an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen.

Besonders ist die Abteilung stolz auf Georg Jung, der schon drei mal  (1968, 1969 und 1970) mit der Mannschaft der Senioren-B den Deutschen  Meistertitel nach Frankenthal holte. Er wurde dafür mit der  Sportplakette der Stadt Frankenthal ausgezeichnet. Auch talentierte  Jugendkegler sind vorhanden. Edmund Müller qualifizierte sich 1972 und  1973 zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. Hans Skworz wurde  1973 Bezirksmeister.

Auch bei den Damen kegelte man zuerst der Unterhaltung wegen, bevor es  zur Gründung der Sportkegler-Abteilung kam. Zuerst waren zwei  Mannschaften, die sich recht erfolgreich an den Rundenkämpfen  beteiligten. Insgesamt viermal, nämlich 1967 bis 1970 wurde jeweils die Bezirksmeisterschaft erkämpft. Die Teilnahme an den  Landesmeisterschaften hat mangels Erfahrung nichts eingebracht.

Danach wurde nur noch eine Mannschaft gemeldet, die erheblich verjüngt,  neu aufgebaut worden war. Zur Zeit kann eine steigende Spielstärke  festgestellt werden.1973 wurde bereits wieder der dritte Tabellenplatz  erreicht. Auch beachtliche Einzelleistungen wurden erbracht. So wurde Hedy Dürr  Bezirksmeisterin und Ellen Uhrig Stadtmeisterin. Die Spielerinnen Hedy  Dürr, Ellen Uhrig, Hildegard Mohr und Lissi Bickert wurden wiederholt  in die Stadtmannschaft berufen.

In den folgenden Jahren wurde weiterhin mit wechselndem Erfolg gekegelt. Spieler kommen und gehen und die Spielstärke wechselt von Jahr zu Jahr. Innerhalb der Abteilung werden jedes Jahr die Vereinsmeisterschaft, der Georg-Jung-Pokal, der Handstein-Pokal ausgespielt. Außerdem werden die  Schnittbesten ermittelt. Wilmut Kirsch als derzeitiger Abteilungsleiter  ist sehr bemüht, mit Hilfe der Sportwarte die Mannschaften  zusammenzuhalten und weiterhin erfolgreich den Kegelsport zu betreiben.

Alles in allem steht fest, die Kegelabteilung ist fester Bestandteil der VT. Weitere sportliche Erfolge werden nicht ausbleiben.

Heute wird die Kegelabteilung von Ute Sieche geleitet.

Die Geschichte der Leichtathletikabteilung

Hier handelte es sich um eine kleine, aber doch aktive Schar. Sie  waren fest in der Turnabteilung integriert, waren sie doch auch aus dem  Volksturnen hervorgegangen. So war diese enge Verbindung auch zu  verstehen. Kaum eine Veranstaltung des Turnerbundes und zum Teil auch  des Leichtathletikverbandes wurde ausgelassen. Wo sie auch waren, immer  hatten sie ihren Verein würdig vertreten, wenn auch mit wechselndem  Erfolg.

Erst nachdem die Abteilung sich verstärkt der Jugendarbeit zugewendet  hatte, war auch eine spürbare Leistungssteigerung festzustellen.  Immerhin hatten sich in 1973 sechs Schüler zur Teilnahme an den  Deutschen Schülermeisterschaften qualifiziert. Hier schien auch ein  neuer Anfang gefunden.

Wie es auch sei, bei der VT wird es immer Leichtathleten geben, auch  wenn es keine Abteilung Leichtathletik gibt. Wichtig ist, dass auch diese Sportart angeboten wird. Interessenten von der Breite her wird es immer geben. Manfred Körner war der letzte Abteilungsleiter der  Leichtathleten.

Heute betreiben nur einzelne Mitglieder diese Sportart. Inge Fisgus hat  sich für Langlaufmeisterschaften gemeldet und wurde auf Anhieb  Pfalzmeisterin in ihrer Altersklasse. Durch sie wurde seit langer Zeit  wieder einmal die VT-Frankenthal in einer Meldeliste genannt.

Die Geschichte unserer Turnabteilung

Die Geschichte der Turnabteilung ist identisch mit der Geschichte  des Gesamtvereins. So bleibt dem Chronisten hier nur zu ergänzen. Vor  1933 waren alle Mitglieder auch gleichzeitig Turner. Erst nach dem 2.  Weltkrieg begann die Spezialisierung der einzelnen Abteilungen.

Für die Turner war es dabei besonders schwierig, denn erst nach  Aufhebung der Turnsperre durch die französische Besatzung war es wieder  möglich in die Öffentlichkeit zu gehen. Vorher wurde mehr oder weniger  im " Untergrund " geturnt. Es fehlte an allem. Keine Turnwarte, keine  Geräte, keine Halle, kein Platz. Trotzdem: Der alte Turngeist hat auch  diesen Tiefstpunkt überwunden. Die ersten zaghaften Schritte wurden dann in der alten Turnhalle der Schillerschule getan. Die ersten Turnwarte  waren: Otto Heiter, Ludwig Wesselowsky, Eugen Faust, Emma Heiter und  Frieda Jäger. Die Faustballer waren auch wieder da. Sie übten im Hof der Schillerschule unter der Leitung von " Oma Glaisner".

Die ersten Jugendturner kamen aus der Fußballjugend. Durch ihren  besonderen Trainingsfleiß kamen sie auch bald zu Erfolgen. Die Schüler  wurden von Eugen Faust und später von Karl Singer und Wilhelm Körner  betreut. Die Mädelriege wuchs ständig. Hier waren Frieda Jäger, Gertrud  Jordan und Else Wolf als Turnwarte tätig. Die Frauenabteilung übernahm  Friedel Haas. Auch Leistungsriegen wurden bereits gegründet und von Otto und Emma Heiter betreut. Beide Riegen waren damals schon bei  Schauturnen gern gesehene Gäste. Inzwischen wurde die Turnhalle der  Schillerschule durch Flüchtlinge belegt und wir wechselten in die Halle  der Pestalozzischule.

In diese Zeit fällt die erste Bewährungsprobe der Turnabteilung. Das  erste Kreisturnfest nach dem Kriege wurde im Jahre 1950 gemeinsam mit  der Turngemeinde durchgeführt.

Nun kam eine besonders schwere Zeit auf unsere Turner zu, denn auch die  Halle der Pestalozzischule musste den vielen Flüchtlingen zur Verfügung  gestellt werden. Jetzt bewies sich aber erneut die Kraft der  turnerischen Idee. Als Gäste turnten wir in der Vorhalle der  Kleintierzüchter-Wirtschaft. Dafür heute noch herzlichen Dank. Bei Wind  und Wetter und im Winter mit Holz und Brikett im Gepäck fuhren die  Turner mit dem Rad nach Hessheim, Bobenheim, Lambsheim, Flomersheim und  Eppstein zum Turnen. Auch diese Zeit ging vorüber. Sie hat unsere  Gemeinschaft gefestigt.

Als dann die Schulturnhallen wieder frei waren und wir einen Barren, ein Pferd und einen Kasten wieder zu eigen hatten, ging es rasch aufwärts.  Den Sommer über turnten wir auf dem Sportplatz. Auf dem Gelände unserer  jetzigen Halle hatten wir einen Geräteraum und einen Turnplatz gebaut  sowie einen Rasen

12 X 12 Meter als Bodenturnfläche angelegt. Nach der  Fertigstellung unseres Turnerheimes turnten wir in dem Wirtschaftsraum.  Endlich wieder ein eigenes, wenn auch bescheidenes Dach über dem Kopf.

Das erste Landesturnfest nach dem Kriege, 1952 in Landau, besuchten wir bereits mit 30 Aktiven.

1953 wurde Ludwig Wesselowsky Oberturnwart, Otto Scheuermann  Männerturnwart, Wilhelm Körner Jugendturnwart, Ãnne Kurz und Gretel  Singer Kinderturnwartinnen und Friedel Haas blieb Frauenturnwartin.

Alle Gau-, Landes- und Deutsche Turnfeste wurden von uns mit starken  Abordnungen besucht. Viele Turnfestsiege zeugen von der Stärke unserer  Abteilung.

1957 kam Ewald Sessinghaus zu uns und verstand es in der Jugendarbeit  neue Akzente zu setzen. Wilhelm Körner wurde 1958 zum Oberturnwart  gewählt, und mit der Abteilung ging es weiter aufwärts. Als dann noch im Dezember 1962 unsere Turnhalle fertiggestellt war, wurde der Zulauf zu  unserer Abteilung so stark, dass selbst diese Halle inzwischen zu klein  geworden war. Das Jedermannturnen für Männer und Frauen kam hinzu, und  seit 1968 existiert eine starke " Mutter und Kind " - Gruppe die  mittlerweile Eltern und Kind umgetauft wurde nachdem auch Väter mit  Begeisterung an diesen Stunden teilnehmen. 1963 kam eine reine Männergruppe, die “Jedermänner” hinzu.

Es kam die Rhythmische Sportgymnastik -RSG-, Skigymnastik, Gymnastik und Tanz, Wirbelsäulengymnastik, Aerobic, Akrobatik und ein paar Jahre auch Folkloretanz hinzu.

In all dieser Zeit nahmen wir an ungezählten Meisterschaften auf allen  Ebenen teil. Bei Deutschen Meisterschaften wurden große Erfolge erzielt. Unter anderem wurde die TGW Jungen und die Gruppe der RSG je 2 mal  Deutscher Meister.

Die hervorragenden Leistungen der RSG (Gruppe) unter Leitung von Ingrid  Baumann veranlasste den DTB unsere Vereinsmannschaft zur  Nationalmannschaft zu erklären. Der 9 . Platz bei der Weltmeisterschaft 1985 wurde zum größten internationalen Erfolg unserer Gymnastinnen und  Ihrer Trainerin. Von 1987 bis 1989 war unser Verein Betreuer der RSG  Nationalmannschaft (Gruppe) im "Bundesstützpunkt Frankenthal". Im  Jubiläumsjahr werden wir eine Deutsche Meisterschaft in der  RSG-Vereinsmannschaftsmeisterschaft austragen.

Durch internationale Begegnungen wurde unser Name über die Grenzen bekannt und sehr viele neue Turnfreunde gewonnen.

Der DTB, der Pfälzer Turnerbund und der Turngau Rhein-Limburg haben uns schon oft mit der Durchführung von Meisterschaften und auch  Turnerparlamenten beauftragt.

Die Turnabteilung zählt nahezu 760 Mitglieder, das sind über die Hälfte  unserer Vereinsmitglieder. Sie ist mit die tragende Kraft im Breiten-  wie im Leistungssport der Vereinigten Turnerschaft.

Abschließend möchten wir all denen Danken die an der "Geschichte der  Turner" über all die Jahre, ob als Helfer(in), Übungsleiter(in),  Turnwart(in) oder Oberturnwart(in) mitgearbeitet haben herzlich Danken, denn ohne den ehrenamtlichen Einsatz wäre die Turnabteilung nicht so  groß geworden.

Die Geschichte unserer Volleyabteilung

Es war im Spätjahr 1996, als die Verantwortlichen der  Volleyballabteilung mit der VT-Frankenthal Verbindung aufnahmen. In  mehreren Gesprächen wurde die Gründung einer neuen Abteilung erörtert.

Die Verantwortlichen der Vereinigten Turnerschaft sahen hier eine  Möglichkeit das Sportangebot zu erweitern. Nachdem im Turnrat auch die  anderen Abteilungen Vor- und Nachteile diskutiert hatten, wurde für die  Neugründung einer Volleyballabteilung gestimmt. Daraufhin beantragten  die Vereinsverantwortlichen der Vereinigten Turnerschaft die  Mitgliedschaft im Volleyballverband-Pfalz zum 01. Januar 1997.

Die Spieler nehmen regelmäßig an Turnieren teil. Ziel ist es, neue  Mitglieder zu finden, um auch an der offiziellen Spielrunde teilnehmen  zu können.

Leider findet auch hier zur Zeit kein Trainingsbetrieb mehr statt.

Die Geschichte unserer Vereinsjugend

Neben dem fachbezogenen Turn- und Sportbetrieb in den Abteilungen  trifft sich unsere Vereinsjugend zu jugendpflegerischem Tun. In dieser  großen Gemeinschaft wird gesungen, getanzt, gewandert, gebastelt und  diskutiert. Dazu gehören auch die vielen internationalen Begegnungen,  die das Herz öffnen und das Verständnis wecken für die Menschen  außerhalb unserer Landesgrenzen. Lagerbesuche oder gar eigene Zeltlager  sind so selbstverständlich wie der Sport. Ob es nun Turner-, Faustball-, Fußball-, oder Handballjugend ist, oder gar alle zusammen, immer sind  es große Erlebnisse, die letzten Endes das Gemeinschaftsgefühl fördern.  Die schönsten Erlebnisse und die größten Erfolge sind bisher die  Jugendbegegnungen mit den Freunden in Turku-Finnland, Colombes -  Frankreich, der große Trip nach Kenia und die Reise nach Kirgistan.

Die vielen, zum Teil großen Gemeinschaftsveranstaltungen, wie der Tag  der Jugend innerhalb des Vereins, die schönen Feierstunden, oder auch  mal so 'ne richtige Fete fördern diese Arbeit sehr.

So ließen auch die sportlichen Erfolge der Jugendgruppe nicht auf sich  warten. Seit 1958 hatte unsere Jugendgruppe allein im Gruppenwettstreit  bereits 13 mal an den Deutschen Turnmeisterschaften teilgenommen. Aber  auch im Mannschaftsturnen war unsere Jungenriege bereits 4 mal, die  Mädelriege 1 mal an den Deutschen Meisterschaften beteiligt. Der große  Wurf gelang erst später, als die TGW-Jungen in den Jahren 1977 und 1979  Deutscher Meister wurden.

Große Verdienste bei dieser Arbeit haben sich Ewald Sessinghaus und  seine Frau Elisabeth erworben. Diese Form der Jugendarbeit muss  fortgesetzt werden. Sie fördert das Zusammenleben der Abteilungen im  Verein und dient gleichzeitig der Persönlichkeitsfindung unserer Jugend. In diesem Sinne haben junge Leute wie Rainer Postel und Klaus Weiler  weiter gearbeitet.

Karlheinz Rey war lange Zeit der Vereinsjugendleiter. Veranstaltungen wie  das Kinderfest, das Zeltlager, die Freizeiten in Finnland und Schweden,  die Jugendweihnachtsfeier oder die Wochenenden in Hertlingshausen sind  nicht mehr aus dem Vereinsleben wegzudenken. Die Vereinsjugend ist  weiterhin eine feste Größe bei der VT-Frankenthal.